Gastkommnetar (nicht erschienen), verfasst und geschickt 17. Jänner 2020

Abgesehen von der bis dato, durch die EU selber, verhinderten Fusion von Siemens und Alstom stehen auch noch viele andere europäische Unternehmen fast immer auf der Verliererseite, wie z.B. Bayer durch die Monsanto-Übernahme. Egal wie man zu diesem Problemfall steht, es ist doch wieder (wie bei VW) so, die USA fackeln nicht lange herum, und stelle das Unternehmen vor milliardenschwere, sehr einseitig argumentierte, Anklagen. Bin gespannt, was Trump machen wird, wenn Boeing noch weiter abzustürzen (sic!) droht, wobei ich fast sicher bin, dass er dann die volle Finanz- und Wirtschaftsmacht der USA als Drohkulisse einsetzen wird, um „befreundete“, oder besser abhängige Staaten zum Kauf von Boeing-Flugzeugen zu „motivieren“. Wie ja auch im Fall „Iran“, wenn auch unter anderen Voraussetzungen. Alle US-Macht gegen Staaten, die mit dem Iran Geschäfte machen wollen, obwohl es gerade die USA sind, die ein einigermaßen vernünftiges Abkommen mit dem Iran „erfolgreich“ torpediert haben und dies erst kürzlich wieder drastisch unter Beweis gestellt haben. Wäre die EU auf „Augenhöhe“ mit den USA könnte es diese Drohgebärden doch etwas lockerer nehmen und weiter mit dem Iran in wirtschaftlichem Kontakt bleiben. Selbst wenn der Iran eine Atombombe bauen würde, so what? Nord-Korea hat welche, Pakistan hat welche, der Nachbar Indien hat welche, China schon lange - alles keine, oder zumindest keine verläßlichen Demokratien. Aber leider muss man auch die andere Seite sehen, mehr unter dem Sprichwort „Es gehören immer zwei dazu“. Wer sich über die Unfairness andere Staaten aufregt, immer wieder die eigene moralische Kompetenz, manchmal sogar Überlegenheit, ins Spiel bringt, sollte zumindest nicht selbst Dreck am Stecken haben. Wer also Waffen an despotische Staaten, wie Saudi-Arabien und die andere Golfstaaten, sowie diverse afrikanische Staaten verkauft, sollte sich dann nicht den moralischen Mantel umhängen, wenn es um Menschenrechtsfragen geht. Aber letztlich sagen sich auch diese, teilweise staatlichen Unternehmen „Me first!“ Zusätzlich würde ich mir wünschen, dass in Zukunft hauptsächlich, wenn nicht sogar ausschließlich, Firmenfusionen oder -übernahmen innerhalb von Europa/ der EU stattfänden. Weiters, dass große und mittlere Unternehmen nach und nach bereits investierte chinesische und arabische Unternehmen/Finanzkonzerne/Fürsten-und Königsfamilien „hinauskomplimentieren“, denn diese werden früher oder später zum Mühlstein um den Hals der europäischen Unternehmen. Diese Investoren sind definitiv keine verläßlichen Partner; während China hauptsächlich know-how aussaugen will bzw. schon hat, haben die arabischen Investoren, außer Ölgeld nicht viel anzubieten, denn wirtschaftliche Kompetenz in europäischem Sinn, ist definitiv nicht deren Stärke. Beide haben aber noch ein weiteres Manko, nämlich eine fehlende moralisch-gesellschaftliche Verantwortung, egal ob der eigenen Bevölkerung gegenüber, oder, wie in den arabischen Ländern, gegenüber „Gastarbeitern“, obwohl da die Bezeichnung „Sklaven“ der Wahrheit eher gerecht wird. Also bitte mehr europäischer Zusammenhalt, denn sonst wird der Brexit nicht der letzte „Exit“ sein!