„I have a dream“ (Martin Luther King): Nancy Pelosi, Chuck Schumer, Mitch McConnell and Vice President Mike Pence enter the oval office, accompanied by two Army Officers and ask President Trump very kindly and softly to follow them because he is in danger and they will bring him to a save and secret place. In a big limousine they drive to an isolated house and lead him into a room, which looks like an exact copy of the oval office. They leave him under the control of a couple of mental doctors and drive back to the White House and to the waiting journalists they just say: "We had to do our duty to make America free again!" „You see things; and you say ‚Why?‘ But I dream things that never were; and I say ‚Why not?‘ „ (George Bernard Shaw)

Verfasst am 13, Jänner als Gastkommentar für den KURIER - nicht erschienen

„Quo vadis Wirtschaftsmacht Europa?“ Aktuell und wohl auch in naher Zukunft stellt sich folgendes Szenario: Die USA, bis Trumps Präsidentschaft ein relativ verläßlicher Partner, wird immer mehr zum erklärten Gegner der EU (Ausnahme UK, aber demnächst Ex-EU). China setzt seine Billionen, die es auch durch tätliche Mithilfe Europas gehortet hat, ziemlich brutal zum Kauf europäischer Firmen und zur Investition in Afrika und Lateinamerika ein, abgesehen von innenasiatisch militärischen und wirtschaftlichen Machtdemonstrationen. Russland baut nicht nur seine inzwischen dominierende Stellung im Syrienkonflikt aus - auch Dank des außenpolitischen Dilettantismus von Trump (oder doch bewußtes „in Putins Hände spielen“?) - sondern setzte mit einem groß angelegten Afrika-Kongress auch auf diesem Kontinent seine Bärentatze. Auch bezüglich dem Iran gibt es offensichtlich Null Strategie seitens der EU. Last but not least, wird auch Lateinamerika zu einem Problemfeld für Europa. Einerseits gibt es Widerstände gegen Handelsverträge (Mercosur), andererseits gibt es, mit Ausnahme von Uruguay, keine (halbwegs) verläßlichen Länderpartner mehr - Argentinien nahezu wieder pleite, Brasiliens Präsident wird nicht umsonst „Dschungel-Trump“ genannt, der einstige linke Held Boliviens, Evo Morales, hat sich Schritt für Schritt durch seine Macht korrumpiert und dann selbst ins Exil begeben; auch in Chile geht es los mit Unruhen und von Venezuela brauchen wir erst gar nicht reden. Fazit: Europa bzw. konkreter, die EU, steht ziemlich einsam und vor allem relativ machtlos da und wird von den vorhin genannten Machtblöcken nicht mehr wirklich ernst genommen. Das ist aber erst die eine Seite der (Blech)Medaille. Statt dieser Entwicklung, die ja schon einige Zeit abzusehen war, eine sinnvolle Strategie entgegenzustellen, ist die EU seit drei Jahren mit dem Brexit beschäftigt und wird es weitere Jahre sein. Es erlaubt keine Fusionierungen von strategischen und vor allem europäischen Unternehmen (Siemens-Alstom), es verlieren europäische Banken (Deutsche Bank!!!) zunehmend gegenüber Banken in den USA und China und auch was die Einbeziehung von Huawei für G5 betrifft, gibt es keine einheitliche Strategie, geschweige denn ein Gegenkonzept, auch wenn dieses länger dauern würde. Damit sind natürlich nicht die sinnvollen Regelungen gemeint, wie durchdachter Umweltschutz, Konsumentenschutz (Nahrungsmittel, Produktkontrolle, etc). Aber sehr wohl was z.B. den Dieselskandal betrifft, der sicher nicht nur ein deutsches Problem ist. Während die Konsumenten in Europa nicht nur jahrelang belogen wurden, müssen sie nun auch noch um finanzielle Ersatzleistungen kämpfen, während Gerichte in den USA die deutschen Autobauer milliardenschwer zur Kassa „gebeten“ hatten. Egal, in welche Richtung die Karten verteilt werden, die EU hat immer den „Schwarzen Peter“. Es wäre daher nicht nur für die neue EU-Kommission, sondern auch für alle 27 Länder eine Frage des politischen, wirtschaftlichen aber auch des wissenschaftlichen Überlebens, wenn alle verfügbaren Kräfte zusammen gezogen würden, um sich an die anderen Blöcke wieder heran zu arbeiten und diese eines Tages sogar wieder zu überholen.

Gastkommnetar (nicht erschienen), verfasst und geschickt 17. Jänner 2020

Abgesehen von der bis dato, durch die EU selber, verhinderten Fusion von Siemens und Alstom stehen auch noch viele andere europäische Unternehmen fast immer auf der Verliererseite, wie z.B. Bayer durch die Monsanto-Übernahme. Egal wie man zu diesem Problemfall steht, es ist doch wieder (wie bei VW) so, die USA fackeln nicht lange herum, und stelle das Unternehmen vor milliardenschwere, sehr einseitig argumentierte, Anklagen. Bin gespannt, was Trump machen wird, wenn Boeing noch weiter abzustürzen (sic!) droht, wobei ich fast sicher bin, dass er dann die volle Finanz- und Wirtschaftsmacht der USA als Drohkulisse einsetzen wird, um „befreundete“, oder besser abhängige Staaten zum Kauf von Boeing-Flugzeugen zu „motivieren“. Wie ja auch im Fall „Iran“, wenn auch unter anderen Voraussetzungen. Alle US-Macht gegen Staaten, die mit dem Iran Geschäfte machen wollen, obwohl es gerade die USA sind, die ein einigermaßen vernünftiges Abkommen mit dem Iran „erfolgreich“ torpediert haben und dies erst kürzlich wieder drastisch unter Beweis gestellt haben. Wäre die EU auf „Augenhöhe“ mit den USA könnte es diese Drohgebärden doch etwas lockerer nehmen und weiter mit dem Iran in wirtschaftlichem Kontakt bleiben. Selbst wenn der Iran eine Atombombe bauen würde, so what? Nord-Korea hat welche, Pakistan hat welche, der Nachbar Indien hat welche, China schon lange - alles keine, oder zumindest keine verläßlichen Demokratien. Aber leider muss man auch die andere Seite sehen, mehr unter dem Sprichwort „Es gehören immer zwei dazu“. Wer sich über die Unfairness andere Staaten aufregt, immer wieder die eigene moralische Kompetenz, manchmal sogar Überlegenheit, ins Spiel bringt, sollte zumindest nicht selbst Dreck am Stecken haben. Wer also Waffen an despotische Staaten, wie Saudi-Arabien und die andere Golfstaaten, sowie diverse afrikanische Staaten verkauft, sollte sich dann nicht den moralischen Mantel umhängen, wenn es um Menschenrechtsfragen geht. Aber letztlich sagen sich auch diese, teilweise staatlichen Unternehmen „Me first!“ Zusätzlich würde ich mir wünschen, dass in Zukunft hauptsächlich, wenn nicht sogar ausschließlich, Firmenfusionen oder -übernahmen innerhalb von Europa/ der EU stattfänden. Weiters, dass große und mittlere Unternehmen nach und nach bereits investierte chinesische und arabische Unternehmen/Finanzkonzerne/Fürsten-und Königsfamilien „hinauskomplimentieren“, denn diese werden früher oder später zum Mühlstein um den Hals der europäischen Unternehmen. Diese Investoren sind definitiv keine verläßlichen Partner; während China hauptsächlich know-how aussaugen will bzw. schon hat, haben die arabischen Investoren, außer Ölgeld nicht viel anzubieten, denn wirtschaftliche Kompetenz in europäischem Sinn, ist definitiv nicht deren Stärke. Beide haben aber noch ein weiteres Manko, nämlich eine fehlende moralisch-gesellschaftliche Verantwortung, egal ob der eigenen Bevölkerung gegenüber, oder, wie in den arabischen Ländern, gegenüber „Gastarbeitern“, obwohl da die Bezeichnung „Sklaven“ der Wahrheit eher gerecht wird. Also bitte mehr europäischer Zusammenhalt, denn sonst wird der Brexit nicht der letzte „Exit“ sein!

Leserbrief, 11. Mai 2020

Offener Brief an Minister Gernot Blümel Sehr geehrter Herr Minister Blümel, erlauben Sie mir folgende Vergleiche zu ziehen: * Wenn ein Arzt, eine Ärztin wiederholt falsche Diagnosen stellt und entsprechend Patienten falsch behandelt, wird eine verantwortliche Ärztekammer, oder ein angerufenes Gericht diese Personen zur Verantwortung ziehen, sicher aber nicht finanziell belohnen. * Wenn führende Mitarbeiter eines Unternehmens ihren Kunden gegenüber in unangebrachter Weise kommunizieren, oder diesen gar bewußt falsche Informationen geben, so wird die Firmenleitung diese, nach entsprechender Abmahnung, kündigen, sicher aber nicht eine Gehaltserhöhung gewähren. * Wenn ein Sportler, eine Sportlerin, egal in welcher Sparte, permanent schlechte Leistungen erbringt und auch als Vorbild für die Jugend krass versagt, werden weder Trainer noch Vereinsleitung dies durch Sonderprämien belohnen. Ich könnte Beispiele aus nahezu allen Branchen anführen, aber eine Branche muss ich offensichtlich ausnehmen, nämlich die Medienbranche. Nicht nur dass die Boulevardmedien „Kronen-Zeitung“, „heute“ und „Österreich“ immer wieder vom Presserat gerügt werden, werden sie auch noch von Ihnen, als zuständiger Medienminister, mit einem größeren Geldregen als Qualitätsmedien „belohnt“. Das verstehe wer will! Wer sich nur ein wenig mit der Materie beschäftigt, weiß schon, dass „dahinter“ - offen ausgesprochen - redaktionelle Gegenleistungen angeboten und entsprechend erwartet werden. Aber welch Trugschluss! Bleibt der dann wiederholt geforderte Geldregen aus, ist es mit dem gekauften „Wohlwollen“ schnell vorbei! Ein Experten-Team sollte Ihnen den Vorschlag machen unter welchen Kriterien die Medien in einem spezifischen Fall wie in der aktuellen Corona-Krise, oder aber generell als Presseförderung zu staatlichen Mitteln Zugang bekommen sollten. Eine Heranziehung von ausschließlich Auflagenzahlen ist definitiv nicht der richtige Weg. Hans Csokor, 1020 Wien 38 Jahre im Internationalen Medienbereich tätig gewesen

Leserbrief, 02.05.2020

Auch wenn das Urteil "nur" vom Straflandesgericht Wien kommt, so steht man als zwar erfahrener Staatsbürger, aber doch juristischer Laie, ziemlich fassungslos da. Für mich ergeben sich daher nur folgende Rückschlüsse/Erkenntnisse: Entweder will das Straflandesgericht Wien allen kritischen BürgerInnen beweisen, dass die Justiz ja doch unabhängig von Politik, Medien und öffentlicher Meinung agieren kann, so nach dem Motto der Ministerin Tanner "die Bevölkerung wird mich noch kennenlernen!", um so die nicht gerade wenigen Justizskandale (Verfahrenslängen bis und über zehn Jahre) zu "übertünchen"? Oder, wesentlich schlimmer, es ziehen noch immer früher involvierte Politiker von SPÖ, ÖVP und FPÖ ihre Fäden und Mascherln im Hintergrund (wer weiß von wem schlimmere Taten?), um so den schlimmsten Beschaffungsskandal der 2. Republik nun endgültig aus der Schusslinie zu bringen? Selbst ein Generalstaatsanwalt (wie in Deutschland und anderen Ländern) würde in Österreich nichts aus der Dunkelheit herausholen, denn dieser würde mit ziemlicher Sicherheit unter den gerade dominanten Parteien "ausgepackelt".

For Trump, Lying is a Supter Power

For any person, being in a responsible position, the combination of using lies, fake news, idiotic proposals and recommandations, insults, sexual remarks,.......do I forget some?...the time of staying in his/her position would be a question of selfrespect, no matter if this person stands on top of a company, public or science institution, or on top of a political institution. As the presidency of the United States of America for sure is the one with the highest image, it should be a clear demand that Donald Trump has to be taken away from his position. If I remember well, article 25 was established after John F. Kennnedy's assassination, in order to avoid that the president is either physicly or mentaly unable to lead the country further more. If the above mentioned misbehaviors do not fulfill the guidelines, when else will the United States act like imposed in a dark time?

In 1757 the Austrian Empress Maria Theresia founded a medal of honor called "Military-Maria-Theresia-Medal°, which was not a "mass-medal" but only was given, firstly only to officers and secondly only for excellent and successful activities. Another criteria was that even when an officer did something against the official order, but was successful, he was a good candidate. See enclosed text in German. Could that be also a way for the U.S.Army in order to show countries under dictaorship that a real democracy needs such kind of strong people? Verleihungskriterien Der Militär-Maria-Theresien-Orden wurde „für aus eigener Initiative unternommene, erfolgreiche und einen Feldzug wesentlich beeinflussende Waffentaten, die ein Offizier von Ehre hätte ohne Tadel auch unterlassen können“, an Offiziere verliehen. Es kam also bei der Verleihung des Ordens nicht auf Rang, Religion oder Abkunft, sondern nur auf militärisches Verdienst insbesondere im Sinne der Eigeninitiative an. Mannschaften und Unteroffiziere konnten den Militär-Maria-Theresien-Orden nicht erhalten; für sie wurde 1789 die Ehren-Denkmünze für Tapferkeit geschaffen. Das Ordenskapitel prüfte die Taten der Kandidaten und die Verleihung erfolgte sehr zurückhaltend. Der Orden wurde auch dann verliehen, wenn ein Erfolg durch bewusstes Missachten eines Befehls erreicht wurde;

The New York Times / sent 16.April 2020

D. Trump re: Checkes/ re: W.H.O./ re: Daily Lies Until Georg W. Bush' presidency, which to some extent was corrected by Barack Obama, I still was a believer into the United States. My father, born 1896 and age-wise ready to attend the 1. World War and still ready to attend the 2. World War, has been friends with the U.S.Army, and worked as a interpreter first in Tyrol, then Salzburg. His fortune was not so good, as he could not enjoy the liberation of Austria in 1955, as he died in 1954. From 1951 until the liberation and beyond, we lived in the U.S.sector of Vienna and I learned quite a lot of very sympathic and helpful U.S.-citizen. During my professional time (1972 - 2011) I worked as a advertising representative (since 1977 as managing partner) and was privileged to also work for The New York Times, Business Week (both since 1977) TIME Magazin, Washington Post, L.A. Times. It always was a partnership based on trust and understanding, although Austria only was a small ad market for these top media. Donald Trump right from the beginning of the presidencial campaign in 2016, was a nightmare to me, although not directly involved. I was very disappointed that such a (mentaly sick) person could become president but now this disappointment has turned into anger and fury, as meanwhile the whole world is affected by his"performance". But what I don't understand is that there are not at least some Republican members, like Mitt Romney, left with morality, or a rest of intelligence, to bring Donald Trump together with the Democrate members by article 25 out of office. The arguments for this procedure seems to me more useful, as nobody really can deny that Mr. Trump defenitely is mentaly sick (the list of proves is very long). And if there wan't be the necessary number of Republicans than it should be openly said that the majority of the Republicans are not acting in the interest of the United States at all, besides being cowardly and/or stupid.


The New York Times / 11. April 2020 Captain Brett Crozier

When Captain Brett Crozier was fired because of a letter to the Navy HQ, there have been very strong articles in NYT and many other newspapers in the States and elsewhere. Since then one only can hear "The Sound of Silence". I do feel disappointed, as I was quite sure that a longer lasting media campaign would blame the Navy and also President Trump, who even did back up the Navy to do so. What a shame for a country, who call herself a democracy.

The New York Times / sent 31. März 2020 Trump wants States to do Him a Favor In a crisis normally one can find out, if a leader (of whatever) does a good job or not. Always to say "I have done a good job" does not count at all. What Trump already has stated as the "good one". There is a saying in Austria "Ist der Ruf erstmals ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert" which I try to translate: "Once ones reputation is ruined, one can live unabashedly". The "learning" from this saying: the behavior of governors, senators, close consultants and staff, but also press, has made this scenario possible. Yes, there where critics from many sides, but missing was a strong, straight and clear demand, or even order to Trump of all these groups to immediately stop his lies, respectless statements, fireing of staff, a.s.o. Trump ignored all the too weak requests and by that testing, how far he could go - and unfortunately he could go very far and is still going strong. 

TIME Magazin/ sent 30. März 2020

Opportunity Cost President Donald Trump: "No", he said, "I don't take responsibility at all". He should have added: "As long things don't harm my interests!". Unmasking words from the president of the largest democracy (well, except India, but, is India really a democracy, just because they have elections?). It is interesting to learn that some key leaders, such as Trump, Boris Johnson, Jair Bolsonaro, Tayyip Erdogan, Wladimir Putin and other candidates, have so much in common: They don't like Democracy, they hate a free and independent press, they ignore climate change and they act helplessly dumb and irresponsible concerning "Covid-19". In the case of these "leaders" - except Trump - the people in these countries only can wait for the day, when too many and too often "red lines" where crossed by their politcal leaders, causing an outburst like 1989. In case of Donald Trump, he hopefully will learn about "responsibility" on November 3rd!

LB in "Die Presse" 17.03. 2020 zu "Quergeschrieben von Christian Ortner" 13.03.

Meiner Meinung leider auch in der Relativierungsfalle gefangen. Nur weil viele vom Kapitalismus profitiert haben, heißt das nicht, dass damit alles gerechtfertigt ist. Beispiel: wenn ein großer Immobilienentwickler nahezu allseits gelobt wird, weil er tausende Wohnungen auf den Markt geworfen hat, sollte man nicht übersehen oder übergehen, dass sehr oder zu oft ein nicht unbeträchtlicher Teil der Wohnungen durch "Hinausdrängen" von Altmietern "entsteht", oder durch oft willkürliche exorbitante Mieterhöhungen meist Familien w.o. geben müssen. So entstehen übrigens langfristig Ghettos! Abgesehen noch von nahezu zwangsläufig (nachzulesende Realität) auftauchenden Korruptionsfällen, Ausbeutung ausländischer Arbeiter (der andere Straßenstrich), etc. Interessant ist auch, dass zwar die Armut in den Entwicklungsländern zurückgegangen ist, dafür aber in den "wohlhabenden" Ländern, von USA über Deutschland bis Österreich vor allem die Kinderarmut zugenommen hat - "Schweigen im Walde"? Und was Verwechslung oder Gleichsetzung betrifft: Nahezu alle kommunistischen Staaten hatten sich genannt bzw. nennen sich noch immer, "sozialistisch". Ein Hauptgrund übrigens, warum sich die (einst) führenden westlichen Sozialisten nach und nach "Sozialdemokraten" umbenannt haben.

LB im "profil" zu Leitartikel von Christian Rainer

Was Ex-Bundespräsident Dr. Heinz Fischer durch seine Festrede im König-Abdullah-Zentrum an seinem demokratischen Image verbockt hat, könnte er mit entsprechendem dringenden Einfluss bei seinem Freund Evo Morales zumindest teilweise wieder gut machen. Ich zweifle zwar, dass Dr. Fischer Evo Morales daran gemahnen würde, den anfänglich guten Weg nicht zu verlassen, aber vielleicht hält er es doch einmal mit "Exponieren" statt "Lavieren"!

LB "Die Presse", 28. Oktober 20019

Nicht sehr oft stimme ich mit Ihren Kommentaren überein, aber das ist auch so in Ordnung (und wird Sie kaum kränken), aber Ihr Kommentar zur Nobelpreisverleihung an Peter Handke war für mich der beste Kommentar zu diesem Thema, weil weder Verherrlichung noch Verdammung. Die Aufzählung vieler anderer Preisträger vervollständigte Ihren Kommentar aufs Beste. Aber zu Handke und den anderen von Ihnen aufgezählten Dichtern und Philosophen (nur Männer?!) fällt mir dann doch noch das Zitat von Theodor W. Adorno ein, welches man im übertragenem Sinne durchaus passend finden kann: "Es gibt kein richtiges Leben im falschen".

GK "Die Presse" 21. Oktober 2019

Es heißt nun von allen Seiten, wir sollten weniger mit dem Flugzeug reisen. Das ist im Prinzip in Ordnung, doch eine Frage drängt sich auf: Wieso soll die Entscheidung einer einzelnen Person, nicht zu fliegen, etwas bringen? Das Flugzeug fliegt ja trotzdem. OK, böses Argument, aber bitte lassen Sie mich das Thema „weiter spinnen“: Ab wie vielen Absagen bleibt ein Flieger mit 180 Sitzplätzen am Boden? Bei 30, 40 oder 50? Wo ist die Schmerzgrenze für die Airline? Ab wann wird die Flugfrequenz in eine gefragte Stadt? Ein paar Vorschläge für Einsparungsmöglichkeit: Es fallen mir die Fußball-Fan-Flüge, mit denen bis zu 20.000 zu einem Match in eine größere Stadt anreisen. Würden FIFA und UEFA sich dazu durchringen, einfach keine Karten für Auslandsfans aufzulegen, wäre dieser Flugwahnsinn bald vorbei. Den Vereinen kann es sogar recht sein, denn wenn diese 20.000 statt dessen das Spiel im Fernsehen anschauen, verdienen sie sogar noch daran, denn es werden, weil mehr Werbegelder, mehr Gelder ausgeschüttet. Sicher nicht populär, aber effizient! Reisen nach Destinationen innerhalb eines bestimmten Radius sollten langfristig mit der Bahn gemacht werden. Die Strecke Wien - München nimmt derzeit per Bahn und Flugzeug beinahe gleich viel Zeit in Anspruch Zentrum ins Zentrum. Die Flugverbindung nimmt ziemlich gleich viel Zeit in Anspruch. Aber auch Reisen darüber hinaus sollten forciert werden. Dazu müsste aber etwa in die Nachtzug-Schienen investiert werden: mehr Schlafwagen, bessere Qualität, mehr Einzelkabinen. Kreuzfahrten: Alle wichtige Häfen, wie Venedig, Dubrovnik, Barcelona, etc. sollten gemeinsame Forderungen an die Reedereien stellen: innerhalb einer Jahresfrist Umstellung auf sauberen Antrieb, oder Anlegeverbot. Gleichzeitig drastische Erhöhung der Hafengebühren und damit kostenkonsequenter Weise der Kreuzfahrten. Vielleicht werden wir ja in ein paar Jahren Angebote von chinesischen Reisebüros haben, mit einem Segelschiff nach China zu fahren und dort die nachgebauten Tourismusattraktionen wie Hallstatt, etc. zu besichtigen. So werden keine Einwohner belästigt und man hat mehrere Ziele in Reichweite!

LB zu Kolumne von Elfriede Hammerl, profil vom 15.9.2019

so deutlich und und aufrüttelnd waren diese Ihre Betrachtungen schon sehr lange fällig!!! Aber wir haben derzeit leider den "mainstream", dass sich Egomanen bis Psychopathen eher durchsetzen oder sogar gewählt werden, als die (vielleicht zu leisen) vernünftige und moralischen Kandidaten. Was Vaclav Havel über die Demokratie sagte ("Der Nachteil der Demokratie ist, dass sie denjenigen, die es ehrlich mit ihr meinen, die Hände bindet. Aber jenen, die es nicht ehrlich mit ihr meinen, ermöglicht sie nahezu alles³.) kann man auch auf die , leider stetig ansteigende, Usance bei Personalentscheidungen auf wirtschaftlicher und politischer Top-Ebene sinngemäß übertragen. Aber irgendwann wird sich die Spirale wieder ins Positive drehen ?!?

Lesebrief im Profil, 28. Juki 2019

Zuerst also, wie immer, 2x Rainer Nikowitz, so viel Zeit für Satire muss sein! Dann aber Leitartikel "Kickl", OK, Pflichtlektüre, dann Ihre Meinungskolumne "Echt jetzt?" und dann beim exzellenten Interview mit Alexej Nawalny, vulgo "Der Herr" bei Putin, ergab sich nahezu ein Muster für das Heft an sich: Österreich, "vertreten" durch Kickl, Schüssel und Kern, für die man sich schlicht und einfach nur schämen kann , stehen einem Menschen gegenüber, der leider immer wieder eingesperrt wird und dies, weil er rücksichtslos (im besten Sinne!) für die Wahrheit, die Freiheit und die Gerechtigkeit eintritt. Am deutlichsten kommt der Gegensatz zwischen dem Moralverständnis der o.a. Österreicher und Nawalny im letzten Absatz heraus, wenn er, nach dem "Reichtum" von Putin befragt, sagt: "[..] Er braucht kein Konto in der Schweiz, weil ihm die russischen Banken gehören. Eine Enthüllung über Putins Reichtum wäre ungefähr so, als würde man aufdecken, dass Zar Nikolaj II oder Kaiser Franz Josef große Vermögen besaßen." Es geht doch nichts über Freundschaften mit Menschen für die Reichtum was für Normalsterbliche ist!

Leserbrief in "Die Presse" 17. Juli, (auf Quergeschrieben von Christian Ortner)

Ein derzeit, vor allem auch in Berlin, hochbrisantes Thema (Menschenrecht auf billige Wohnung?), aber von Ch. Ortner leider einseitig argumentiert: mit einer Durchschnittsmiete wird er nur der Statistik per se gerecht, den Wohnungssuchenden nützt diese gar nichts, weil sie an die, den Durchschnittspreis senkenden Wohnungen, nicht herankommen. Weggelassen hat Ch. Ortner leider auch sehr wichtige Nebenaspekte, wie die Stadt Wien, die durch regelmäßige, inflationsunabhängige Gebührenerhöhungen für Müll, Wasser, Gas etc. die Betriebskosten so erhöht, dass Gerüchte entstehen, damit würde die Stadt ihren gewaltigen Schuldenberg reduzieren wollen. Weiters fehlt der Hinweis, dass es sich um einen Trend handelt, der sich in den letzten 10 - 15 Jahren überproportional verstärkt und schon dadurch einen Alarm auslösen müsste. Und schlussendlich kommt dazu, dass Regierung (Bund und Wien) und Justiz nahezu tatenlos zusehen, wie unseriöse Immobilien-"Entwickler" mit teils brutalen Methoden (Gasleitungen und/oder Fenster und/oder Dächer werden im Winter renoviert) vorgehen, bis selbst beharrliche Mieter ausziehen. Die neuen Wohnungen werden dann um ein Vielfaches vermietet oder verkauft. Beispiele für derartige soziale "Verschiebungen" gibt es weltweit und die dadurch oft entstandenen Ghettos wurden und werden regelmäßig kritisiert - offensichtlich vergeblich!

Die Presse, Leserbrief, 18. Juni 2019

Einerseits eine typisch österreichische populistische Hauruck-Aktion, offensichtlich auch ohne viel Nachdenkzeit über pro und contra, andererseits seitens des Abdullah-Zentrums die Folge einer seit Beginn versäumten Kommunikations-Politik, denn wer weiß denn wirklich, welche Leistungen diese Institution gebracht hat (oder eben auch nicht). Das Sprichwort "Tue Gutes und rede darüber" hat schon seinen Sinn. Was aber Saudi-Arabien betrifft. so sollte dieser despotische Staat ja wohl sachlich aber vor allem finanziell ersetzbar sein, wenn denn das Zentrum plötzlich so viele Fürsprecher hat. Das wäre wohl auch ein Beweis nach außen, dass der religiöse Dialog ernst gemeint ist, denn die Hinrichtung eines 18-jährigen, der als unmündiger Jugendlicher an einer Demonstration teilgenommen hatte, ist ja wohl nichts anderes als scharf zu verurteilender staatsreligiöser Despotismus.

KURIER, Gastkommentar, 17. Juni 2019

Beispiele für ein mangelndes Demokratieverständnis gab und gibt es am laufenden Band; ein paar möchte ich herausgreifen: Medien“verständnis“: Für Politiker, Polizei, Justiz und sonstige Staatsdiener sind Medien und deren Journalisten prinzipiell Feinde, zumindest aber Gegner, denen man besser misstraut und daher versucht, sie von Informationen fernzuhalten, oder Verhaltensregeln für den Umgang mit ihnen zu erstellen. Da man sie andererseits aber doch wieder braucht, versucht man über den - sehr durchschaubaren - Umweg der Inseratenvergabe, zumindest die Boulevardpresse günstig zu stimmen. Aber schon Goethe hatte in seinem „Zauberlehrling“ erkannt: „Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los!“ Parlament: bei der gelebten - nur derzeit möglicherweise kurzzeitig unterbrochenen - Uneigenständigkeit der Parlamentarier gegenüber den Parteien und Regierungsmitgliedern würde die Hälfte der Abgeordneten, also 91 oder 92, durchaus reichen. Großbritannien ist zur Zeit beileibe kein gutes Beispiel für eine funktionierende Demokratie, aber zumindest das Gegenspiel zwischen Parlament und Regierung funktioniert noch, wie wir lebhaft mitverfolgen können. Rücktrittskultur: ja, es gab auch vor Strache & Gudenus Rücktritte, aber in Fällen und von Personen, die erstens nicht wirklich wichtig sind/waren und dies, den Rücktritt, nicht aus Anstand heraus getan haben. Der klassische Rücktritt erfolgt erstens aus eigenem Antrieb und zweitens, wenn die betroffene Person mit der aktuellen Politik generell oder mit Entscheidungen das eigene Ressort betreffend, nicht einverstanden ist und mit seiner/ihrer Überzeugung nicht mehr vereinbar ist. Hier ist die „Durststrecke“ in Österreich schon sehr, sehr lang und es tritt nur zurück, wer dazu mehr oder weniger gezwungen wird, meist von der eigenen Partei! Amtsgeheimnis: wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gibt es außer Österreich nur noch ein zweites Land, in welchem ein Amtsgeheimnis tatsächlich noch existiert und durchaus von den Behörden „gelebt“ wird! In Grund und Boden müßten sich Regierung und Parlament eigentlich schämen. So müssen wir uns schämen, wenn man mit Menschen aus Ländern wie Albanien, (Nord)Mazedonien, etc. darüber spricht. Stromablesegeräte: über die hat man eher zufällig in einem kleinen TV-Beitrag erfahren, dass die meisten europäischen Ländern deren Einführung wegen zu hoher Risiken wieder zurückgezogen haben. Österreich geht natürlich wieder den „Is Wurscht“-Weg und machte weiter und jetzt kann man halt nicht mehr zurück. Für mich ist das die „Ostblockmethode“ und wahrscheinlich verdient sich auch noch wer ein goldenes Händchen dabei - würde dazu passen! BVT, Rattengedicht, Bevölkerungsaustausch, Vilimsky & Steger vs. Armin Wolf - „Wer zählt die Skandale, nennt die Namen, die ungastlich hier zusammen kamen“ ? (frei nach Friedrich Schillers Ballade „Die Kraniche des Ibykus“). Aber letztlich: wird das alles durch die Ibiza-Affäre in den Schatten gestellt. Wie bei manchen Filmen oder Romanen - die Realität ist brutaler, perverser, widerlicher als man es sich vorzustellen wagt oder dazu imstande ist. Dazu kommt die Unverfrorenheit, aus den Tätern Opfer zu machen! Literaturempfehlung für H.C. Strache & Co.: „Schuld und Sühne“ von Fjodor M. Dostojewski.

LB, Die Presse, 27. April 2019

Leider ist die Situation der kritischen Frauen im Iran genauso "unter dem Radar", vor allem der Europäer und da insbesondere der Frauen, egal ob Feministin oder nicht, wie vieles Leid im Iran und vergleichbaren despotischen Staaten. Auch auf die vielen, in den europäischen Ländern lebenden, iranischen Frauen, die rechtzeitig fliehen konnten, wird nahezu nicht gehört. Dafür erheben viele weibliche wie männliche Kommentatoren oder sogenannte "Meinungsbildner" in falsch verstandener Konfliktscheu ihre Stimme zugunsten der Kopftuch/Schleier-Pflicht, denn sie sei Ausdruck der jeweiligen Kultur. Zynischer geht es wohl nicht mehr. Dass Kopftuch/Schleierpflicht zugleich auch die gewaltsame Unterdrückung der Frauen bedeutet, scheint diesen selbsternannten Kulturverstehern nicht bekannt zu sein und wenn doch, ist sie eher nicht tauglich für ihr eigenes Wohlbefinden! Sehr, sehr traurig und beschämend!

Gastkommentar im KURIER, 25. April 2019

„Wien ist anders“ - „Wien bleibt Wien“ KH Nord: Kostensteigerung um mehr als das Doppelte. Na ja, das ist man in Wien ohnehin gewohnt, dass Kostenvoranschläge nicht eingehalten werden. Besonders ärgerlich in diesem Fall ist aber die politische Nicht-Verantwortung sowohl seitens nunmehr Ex-Bürgermeister Häupl, sowie der früheren zuständigen Stadträtin Sonja Wehsely. Letztere schaffte es darüber hinaus, die besorgte Wiener Bevölkerung zweifach „vor den Kopf zu stossen“, einmal durch den Abgang zu einem der Hauptlieferanten aus ihrem Zuständigkeitsbereich, Siemens Healthineers in Deutschland, das zweite Mal durch ihre, freundlich formuliert, schnippische und zu selbstbewußte Art, sowie die Ablehnung jeglicher Verantwortung für das Desaster vor demUntersuchungsausschuss. Der Wechsel zu Siemens stellt eine klare Unvereinbarkeit dar und macht deutlich, dass der Begriff „Compliance“ in der Wiener Politik noch eine „terra incognita“ ist (was ja auch durch den kürzlich präsentierten Untersuchungsbericht unterstrichen wurde). Es gibt zwar keine Sippenhaftung, aber interessieren würde es schon, welche Gespräche Sonja Wehsely mit ihrem Lebensgefährten Andreas Schieder zum Thema KH Nord hatte. Es scheint unvorstellbar, dass Herr Schieder keine kritische Meinung zu diesem Thema hatte (wie ein „Schatz, das würde ich so nicht machen!“), denn, hätte er die nicht gehabt, scheint eine Entsendung als Spitzenkandidat in das EU-Parlament doch hinterfragbar. Heumarkt-Projekt: Michael Tojner, Investor dieses Projekts, scheint im Gegensatz zu Sonja Wehsely etwas selbstkritisch und bereit zu sein, Fehler zuzugeben, ob aus Einsicht oder aus Kalkül, bleibt offen. Diese Einsichten betreffen zwar eher die Causa Genossenschaftswohnungen im Burgenland, sowie die Causa B&C-Stiftung, aber immerhin! Vielleicht kommt ja beim Heumarkt-Projekt auch noch eine Nachdenkphase?Zeit genug hat Bürgermeister Ludwig ja bereits eingeräumt. Aktuell gibt es nun eine UVP (Unverträglichkeitsprüfung), wobei es dem Richter vor allem auf die Höhe des Turms und insgesamt die bauliche Masse des Projekts ankommt. Diese Kritik hatte ja auch die UNESCO von Anfang an geäußert und daher ist es schon sehr verwunderlich, warum man dann trotz alledem ein so häßliches Baukonzept, noch dazu von einem Stararchitekten, ausgewählt hat. Es hätte ja nicht gleich ein Entwurf à lá „The Shard“ oder „The Gherkin“ (eigentlich: „30 St Mary Axe“) beide in London, oder eine Art „Chrysler Building“ werden müssen (in angepasster Höhe natürlich), aber mehr Fantasie und Kreativität hätte die UNESCO eventuell über die Höhe von 66m für den Turm hinwegsehen lassen können, vor allem wenn der Canaletto-Blick dadurch vielleicht sogar noch gewonnen hätte. Zwar wird dieser auch durch den City Tower (Justizzentrum Wien-Mitte), der mit 87m Turmhöhe doch noch deutlich mehr ins Canaletto-Auge sticht. Aber da spielte eben die Politik eine tragende Rolle und somit fällt dies sowohl unter „Wien ist anders“ oder eben „Wien bleibt Wien“. Vorschlag zur Güte: Neuausschreibung des Projekts mit der Zielrichtung, dem Canaletto-Blick eine zusätzliche Attraktivität zu geben.

Leserbrief, "Die Presse", 19.03.2019

Die Initiative der FPÖ, die völlige Abschaffung der GIS Gebühren, fällt unter das Goethe-Zitat "Man merkt die Absicht und man ist verstimmt", denn natürlich will die FPÖ, zumindest so lange sie in der Regierung ist, noch mehr Kontrolle über den ORF. Dass die GIS Gebühren auch im europäischen Vergleich zu hoch sind, ist eine andere Sache und könnte relativ leicht gelöst werden, indem die Bundesländer dem Beispiel der Vorarlberger folgen und auf ihr "Körbergeld" verzichten und auch der Bund auf seines. Dadurch würden sich die Bürger rund ein Drittel der jetzigen Gebühren ersparen. Noch günstiger könnte es werden, wenn der ORF die teilweise unsinnig aufgeblasenen Landesstudios deutlich reduzieren würde; damit wäre gleichzeitig ungebührliche "Kuschelei" mit den jeweiligen Landeshauptleuten eingeschränkt.